Für alle, die noch funktionieren, aber sich fragen, wie lange das noch geht.

Du hältst durch.
Aber zu welchem Preis?

Der Sonntag, an dem die Gedanken schon beim Montag sind, obwohl das Wochenende noch läuft. Der Feierabend, an dem selbst Dinge, die du eigentlich magst, zu anstrengend sind. Der Gedanke, dass ein neuer Job vielleicht nur eine neue Version desselben Problems wäre.

Erschöpfung beginnt lange bevor du zusammenbrichst.

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Jede Woche ein Gedanke zu Arbeit, Erschöpfung und der Frage, was sich wirklich verändern muss.

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Dein Alltag in vier Sätzen.

Erkennst du dich hier wieder?

01 01

Sonntagsterror

Es ist Sonntag. Auf dem Papier hast du noch den ganzen Tag frei. In deinem Kopf hat die Arbeitswoche längst wieder angefangen.

02 02

Das stille Klammern

Du bleibst nicht, weil es dir gut geht. Du bleibst, weil ein Wechsel bedeuten könnte, in ein paar Monaten am gleichen Punkt zu stehen. Nur mit neuem Namensschild.

03 03

Die schleichende Taubheit

Du bist nicht müde. Du bist mürbe. Was früher Spaß gemacht hat, fühlt sich heute nur noch nach Pflicht an.

04 04

Die innere Einsamkeit

Nach außen läuft alles. Niemand fragt nach, weil niemand etwas merkt. Du selbst am wenigsten, bis der Preis dafür sichtbar wird.

Der eigentliche Grund

Du weißt es längst. Trotzdem bleibst du.

Das hat selten mit Mut oder Fleiß zu tun. Meistens sind es drei ziemlich rationale Gründe.

Verlustangst

Sechs Jahre Ausbildung, zehn Jahre Erfahrung. Ein Wechsel fühlt sich an, als würdest du das wegwerfen. Rechnerisch stimmt das selten.

Identität

Du bist die Person, die es geschafft hat. Ein Wechsel klingt für dein Umfeld schnell nach Rückschritt, egal wie richtig er wäre.

Rechtfertigung

Eltern, Partnerschaft, Kollegium. Bei jedem Gedanken an eine Veränderung läuft im Kopf schon die Verteidigungsrede.

Meine Haltung

Ich fange nicht bei deinen Stärken an.

Die meisten Programme starten mit der Frage, was du gut kannst. Ich starte mit der Frage, was dich gerade auffrisst.

Was du bei mir nicht bekommst.

01

Keine Stärkentests. Stärken kannst du lernen. Ob dich eine Aufgabe mit Energie versorgt oder auslaugt, misst kein Stärkentest.

02

Keine Reflexionsfragen ohne Konsequenz. „Wann hast du dich zuletzt gut gefühlt“ hilft niemandem, dem ohnehin keine Antwort einfällt.

03

Kein vorgefertigter Berufsvorschlag. Ich sage dir nicht, was du werden sollst. Ich zeige dir, woran du es selbst erkennst.

04

Keine Bewerbungsmappe als Lösung. Auch eine perfekt designte Mappe schützt dich nicht davor, wieder in einem Job zu landen, der nicht zu dir passt.

Zuerst die Ursache. Dann die Entscheidung.

Martin Kirchner
Über mich

Ich bin Martin Kirchner.

Ich war Apotheker. Sicherer Job, guter Lohn, jede Menge Respekt von außen. Und trotzdem jeden Abend leer.

Ich habe die Stelle gewechselt. Mehrfach. Es wurde nicht besser, weil ich das falsche Problem gelöst habe.

Über ein Fernstudium in Wirtschaftspsychologie habe ich verstanden, was mich wirklich ausgelaugt hat. Das ist die Frage, die ich seitdem mit anderen bearbeiten möchte.

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„Ein einfacher Zweig ist dem Vogel lieber als ein goldener Käfig.“

Unbekannt

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